Berufliches Gymnasium stellt Gesundheit in den Mittelpunkt

Schüler lernen von der Praxis

Veröffentlicht am Montag, 10. Dezember 2018

Beim Tag der Wissenschaften am Beruflichen Gymnasium für Ernährungswissenschaften und Biotechnologie waren mehrere Fachleute vor Ort, um mit den Schülern ins Gespräch zu kommen.

Drei der elf Referenten am Tag der Wissenschaften im Gymnasium: Jugendoffizier Andy Clemens, Rechtsanwältin Christina Manthey und Jeanne Hübler vom Adipositaszenrum (v. l. n. r.). Foto: Claudia Trache

Drei der elf Referenten am Tag der Wissenschaften im Gymnasium: Jugendoffizier Andy Clemens, Rechtsanwältin Christina Manthey und Jeanne Hübler vom Adipositaszenrum (v. l. n. r.).

Foto: Claudia Trache

Fried­rich­stadt. Mitte November fand am Beruf­lichen Gymnasium für Ernäh­rungs­wis­sen­schaften und Biotech­no­logie der 12. Tag der Wissen­schaften statt. In diesem Jahr stand er unter dem Motto »Gesundheit ist des Menschen höchstes Gut«. Die Schüler der 11. bis 13. Klassen hatten die Möglichkeit, an zwei Vortrags­ver­an­stal­tungen teilzu­nehmen, die durch elf externe Referenten gestaltet wurden. Passend zum Thema »Gesundheit« standen nach der Mittags­pause außerdem sport­liche Aktivi­täten auf dem Programm, wobei sie unter verschie­denen Angeboten auswählen konnten.

Risiken für Soldaten

Bereits zum fünften Mal als Referent dabei war Andy Clemens, Jugend­of­fizier der Bundeswehr Dresden. »Mir gefällt an diesem Veran­stal­tungs­format, dass die Schüler sich die Themen für den jewei­ligen Tag mit ausdenken«, so Andy Clemens. »Ich nehme gern die Möglichkeit wahr, in so einem Rahmen ein realis­ti­sches Bild von Bundes­wehr­ein­sätzen zu zeigen.« In diesem Jahr sprach er mit den Schülern über die Vor- und Nachbe­reitung von Auslands­ein­sätzen, über Belas­tungen im Einsatz und posttrau­ma­tische Belas­tungs­stö­rungen. Die Schüler erfuhren von ihm einiges von seinen ganz persön­lichen Erfah­rungen im Auslands­einsatz. »Mich inter­es­sieren psycho­lo­gische Themen. Außerdem hab ich aus den vergan­genen Jahren gehört, dass die Veran­stal­tungen von Herrn Clemens gut sein sollen«, erzählt eine Schülerin der 12. Klasse.

Belastungen durch Adipositas

Bereits zum dritten Mal als Referentin dabei war Jeanne Hübler, Koordi­na­torin und Case-Managerin des Adipo­si­tas­zen­trums am Städti­schen Klinikum Dresden-Neustadt. Unter dem Titel »Der schwere Weg zurück zum Normal­ge­wicht« berichtete sie darüber, unter welchen Bedin­gungen stark überge­wichtige Menschen operiert werden, damit diese eine Chance auf dauer­hafte Gewichts­re­duktion haben. »Ich möchte unter anderem dafür werben, dass adipöse Patienten eine höhere Wertschätzung erfahren«, so Jeanne Hübler.

Rechtliches

Großes Interesse fand auch die Veran­staltung von Rechts­an­wältin Christina Manthey. Sie besprach anhand eines realen Fallbei­spiels »Recht­liche Aspekte einer medizi­ni­schen Behandlung nahe dem Lebensende«. »Ich war überrascht, wie viel die Schüler über Patien­ten­ver­fügung und Vorsor­ge­voll­macht wussten und wie kreativ sie dabei waren, wie man den mutmaß­lichen Willen eines Patienten heraus­finden kann«, so Christina Manthey. Mehr über Patien­ten­ver­fügung zu erfahren, da irgendwann jeder mit dem Thema Sterben konfron­tiert wird, war eine Motivation der Schüler, sich für diese Veran­staltung zu entscheiden. »Ich habe auch privat aktuell mit diesem Thema zu tun und finde es wichtig, darüber aufge­klärt zu sein«, so ein Schüler der 13. Klasse.

Regel­mäßig zum Tag der Wissen­schaften findet auch eine Typisie­rungs­aktion der DKMS (Deutsche Knochen­mark­spen­der­datei) statt.

Claudia Trache

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