Mehr Platz für Radfahrer beantragt

Veröffentlicht am Montag, 15. April 2019

An der St. Petersburger Straße fahren Radfahrer gefährlich. Der ADFC Dresden e.V. fordert, Abhilfe zu schaffen. Dafür müssten Parkflächen verschwinden.

Am 27. September 2018 demonstrierte der ADFC Dresden mit einer durch Blumentöpfe provisorisch geschützten Radspur für eine sichere Radverbindung auf der St. Petersburger Straße. Foto: Konrad Krause/ADFC

Am 27. September 2018 demonstrierte der ADFC Dresden mit einer durch Blumentöpfe provisorisch geschützten Radspur für eine sichere Radverbindung auf der St. Petersburger Straße.

Foto: Foto: Konrad Krause/ADFC

Seevor­stadt-West. Auf der Tages­ordnung der Stadt­rats­sitzung am 11. April 2018 steht ein Antrag, der den für Radfahrer sehr gefähr­lichen Abschnitt der Peters­burger Straße entschärfen will. Dieser greift damit wesent­liche Aspekte einer Petition des ADFC Dresden e. V. auf, die inzwi­schen über 5.000 Unter­zeichner unter­stützen. Aktuell ist es auf der St. Peters­burger Straße zwischen Georg­platz und Wiener Platz nicht möglich, die Radfahr­streifen regel­konform mit dem Fahrrad zu befahren, ohne dabei den erfor­der­lichen Mindest­ab­stand zu den geparkten Fahrzeugen zu unter­schreiten, erläutert Nils Larsen, Vorstands­mit­glied des ADFC Dresden e. V. Gleich­zeitig werden Radfahrer in diesem Abschnitt nur in Einzel­fällen mit dem erfor­der­lichen Mindest­ab­stand von 1,50 Meter überholt.

Unfalltod einer Radfahrerin

Nach dem Unfalltod einer 45 Jahre alten Mitar­bei­terin der TU Dresden im August 2018 auf diesem Straßen­ab­schnitt fordert der ADFC Dresden e. V. gemeinsam mit seinen zahlreichen Unter­stützern als Sofort­maß­nahme die Entfernung der ca. 100 Parkplätze entlang der St. Peters­burger Straße. Damit wäre ausrei­chend Platz zum regel­kon­formen Überholen des Radver­kehrs durch motori­sierte Verkehrs­teil­nehmer vorhanden. Als Ausgleich sollen die in der Nähe befind­lichen, meist nicht ausge­las­teten Parkhäuser dienen. Die Verla­gerung der Parkplätze aus dem Straßenraum der St. Peters­burger Straße wäre dadurch problemlos machbar, argumen­tiert der ADFC Dresden e. V. Mit einer Demons­tration im September 2018 hatte der Verein das Problem fehlenden Mindest­ab­stands mit Hilfe von Blumen­töpfen vor Ort veran­schau­licht.

Steffen Möller

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