Musik mit Leidenschaft

Veröffentlicht am Donnerstag, 10. September 2020

Die Band »Podka« bietet seit 16 Jahren »Gute-Laune-Musik«. Sie begeistert mit ost- und südosteuropäischer Folklore auf Festen und bei privaten Feiern.

»Podka«: handgemachte Folklore. Foto: Marion Doering

»Podka«: handgemachte Folklore.

Foto: Marion Doering

Bereits zum dritten Mal spielte die Band Podka zur Eröffnung des deutsch-polni­schen Bürger­festes am Laube­gaster Ufer. Mit ihren ost- und südost­eu­ro­päi­schen Klängen begeis­terte sie am 4. September 2020 die Besucher. Unter dem Motto »Von den Polka­quellen bis zu den unend­lichen Weiten des Wodka« spielt die Band um »Schorsch« (Georg Zschornack) seit nunmehr 16 Jahren sowohl bei privaten Geburts­tags­feiern und Hochzeiten, als auch auf kleinen Festen, gern an der frischen Luft, aber auch in Sälen. 15 bis 20 Auftritte hat die aus acht Stamm­mit­gliedern bestehende Band pro Jahr. Die Musiker spielen mit Leiden­schaft russische, polnische, tsche­chische oder auch rumänische Lieder. Georg Zschornack ist mit der sorbi­schen Sprache aufge­wachsen und spricht außerdem tsche­chisch und polnisch. Er ist der Sänger der Band, hin und wieder verstärkt durch einen vierstim­migen Männer­gesang, und spielt Akkordeon. Viele Lieder singt er in der jewei­ligen Landes­sprache, manchen Text überträgt er ins Deutsche. »Bei den Nachdich­tungen ist es mir wichtig, das slawische Gefühl mit rüber zu bringen«, erzählt der 53-Jährige. Für ihn ist das Musizieren ein schöner Ausgleich zu seinem Arztberuf. »Für uns ist Musizieren Freizeit und Liebha­berei. Alles kann, nichts muss. Auf der Bühne kann auch mal etwas schief­gehen«, erzählt er. Bei den Auftritten sind meist Akkordeon, Gitarre, Geige und Kontrabass dabei. Die Besetzung wechselt, mal spielen sieben Musiker, mal nur vier.

Die Klari­net­tistin brachte jiddi­sches Liedgut mit in die Band. »Etwas Neues auszu­pro­bieren, macht Laune«, so Gitarrist »Schumm«. Er spielte vorher in einer anderen Kapelle, die eines Tages ausein­an­der­brach, sodass er mit einer Geigerin alleine dastand. Über die Musik­ses­sions, die mehrmals im Monat in der Gaststätte »Zum Gerücht« statt­finden, kam er mit Georg Zschornack in Kontakt. Bald darauf gründeten sie eine Band, zunächst unter dem Namen »Zpévavy psi – Singender Hund«. In den letzten Jahren war »Podka« je zweimal bei der Licht­nacht der Dresdner Parkei­senbahn sowie beim sorbi­schen Folklo­re­fes­tival in Crostwitz dabei. Im Rahmen der Friedens­fahrt Laubegast–Lubogoszcz haben sie bereits zum vierten Mal im polni­schen Laubegast gespielt und sind jedes Mal aufs Neue von deren Gastfreund­schaft und Herzlichkeit begeistert. Zum Elbhangfest sind sie auch schon spontan mit Handkarren und ihren Instru­menten vorbei­ge­kommen und haben dort gespielt, wo gerade keine Musik zu hören war. Ein beson­deres Erlebnis war auch der Auftritt bei einem Under­ground­fes­tival im Schloss Decin. Im Winter­halbjahr, wenn keine Auftritte anstehen, probt die Band aller zwei Wochen.

Claudia Trache

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