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Foto: PR

Kunst in Laubegast

Zu Gast bei Christa und Siegfried Sack

Veröffentlicht am Mittwoch, 5. Dezember 2018

In Laubegast wohnen viele Kunstfreunde und Künstler. Das Ehepaar Sack lädt jedes Jahr zum Laubegaster Adventskalender zu einem unterhaltsamen Beisammensein ein.

Seit 1969 wohnt der Kunstpä­dagoge, Holzbild­hauer und Maler Siegfried Sack mit seiner Frau Christa in einem der ältesten Laube­gaster Häuser – im Grund­stück Zur Bleiche 12. Einige Kunst­in­ter­es­sierte haben vielleicht schon einen Blick in die Wohnung geworfen und die zahlreichen Grafiken, Malereien und Skulp­turen von Siegfried Sack oder auch die Pastell­zeich­nungen von Christa Sack betrachtet. Anderen ist sicher der jährliche Treff im Rahmen des Laube­gaster Advents­ka­lenders mit kultu­rellen Darbie­tungen von Schau­spielern, Puppen­spielern, Musikern und inten­siven Gesprächen in guter Erinnerung. Siegfried Sack hat selbst durch das künst­le­rische Schaffen viele Menschen im In- und Ausland kennen­ge­lernt, pflegt noch heute zum Beispiel Brief­wechsel zu einem ungari­schen Histo­rik­er­freund. Menschen mitein­ander in Kontakt zu bringen, über Kunst zu reden oder aber auch über Laube­gaster Belange und sich dabei in die Augen zu sehen, ist dem 80-Jährigen ein wichtiges Anliegen. In seinen Werken hat er sich intensiv mit der Elbe ausein­an­der­ge­setzt, sowohl malerisch, grafisch als auch holzbild­haue­risch. So grüßt in seinem Hof ein lebens­großer Elbtreidler. Ein weiteres Thema ist für ihn die Volks­kunst. Dabei versucht er, die Ähnlich­keiten der verschie­denen Volks­künste, ob polnisch, sorbisch oder erzge­bir­gisch, zu finden. Dazu gehört für ihn auch tradi­tio­neller Tisch­schmuck: Kerzen­halter in Gestalt ungari­scher Tänze­rinnen in Trachten. Von seiner Frau Christa erhält er manche Anregung. Sie war es auch, die ihn in jungen Jahren dazu ermutigte, Kunst­päd­agogik zu studieren. Im Renten­alter war er es wiederum, der seine Frau dazu ermun­terte, selbst zu zeichnen.
Gemeinsam saßen sie in den letzten Jahren oft mit Stift und Papier in der Natur. Als sie wieder einmal in der Bergwelt der Sächsi­schen Schweiz zeich­neten, mit Blick auf die Festung König­stein, hörten sie unerwartet den Gesang des Bergstei­ger­chors. »Das war ein einma­liges Erlebnis, wovon ich jetzt noch Gänsehaut bekomme«, erinnert sich Siegfried Sack.

Neben seiner Lehrtä­tigkeit an der 2. sowie 19. Polytech­ni­schen Oberschule in den Fächern Deutsch und Kunst­er­ziehung war er viele Jahre als Leiter von Förder­klassen an der Hochschule für bildende Künste sowie später an der Pädago­gi­schen Hochschule Dresden tätig. Bis zu seiner Pensio­nierung arbeitete er auch an der Techni­schen Univer­sität Dresden im Bereich Grafik und Plastik. Viele seine Werke entstanden in dieser Zeit im Rahmen seiner Seminar­vor­be­reitung. »Das sollten stets nur Ideen sein, wie es werden könnte. Ich wollte meine Schüler immer darauf neugierig machen, sich selbst zu entdecken«, so Siegfried Sack. In den letzten Jahren waren einige seiner Werke im Jerichower Land zu sehen. Seine lebens­große Holzplastik der Jutta von Sanger­hausen befindet sich in der Kirche von Dalchau.

Dirk Rostig

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