Investition in den Leistungssport

Neues Trainerhaus am Bundesstützpunkt Rudern in Cotta eingeweiht

Veröffentlicht am Mittwoch, 16. Mai 2018

Das Ruderhaus Cotta hat ein neues Trainerhaus bekommen. Der Bundes- und Landesstützpunkt für das Rudern bietet damit noch bessere Bedingungen für den Leistungssport.

Das neue Trainingshaus am Ruderhaus Cotta. Foto: Steffen Dietrich

Das neue Trainingshaus am Ruderhaus Cotta.

Foto: Steffen Dietrich

Cotta. Am 23. April 2018 hat Sport­bür­ger­meister Dr. Peter Lames gemeinsam mit Trainern, Aktiven und weiteren Gästen den Ersatz­neubau für das so genannte »Trainerhaus« am Bundes­stütz­punkt Rudern in Cotta einge­weiht. Das alte, mit Asbest­ze­ment­platten versehene, Trainerhaus war marode, durch die Hochwasser 2002 und 2013 schwer geschädigt und nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren. Mit dem Ersatz­neubau ist die Hochwas­ser­scha­dens­be­sei­tigung am Standort abgeschlossen.

Entstanden ist ein hochwas­ser­si­cheres, unter­kel­lertes, zweige­schos­siges Gebäude mit rund 1.200 Quadrat­metern Nutzfläche: 430 Quadrat­meter Keller­ge­schoss, 500 Quadrat­meter Erdge­schoss und 280 Quadrat­meter Oberge­schoss. In das barrie­re­freie Erdge­schoss sind zwei Kraft­räume aus dem ufernahen und somit hochwas­ser­ge­fähr­deten Bereich des Haupt­hauses verlegt worden. Das Oberge­schoss dient als Büroetage mit fünf Arbeits­räumen für die Trainer des Bundes- und Landes­stütz­punktes, den Dresdner Ruderclub 1902 e. V. und den Objekt­ver­ant­wort­lichen.

Die Inves­ti­ti­ons­kosten belaufen sich auf etwa 1,5 Millionen Euro. Davon stammen 840.000 Euro aus Mitteln des Freistaates Sachsen und des Bundes. Den Rest trägt die Landes­haupt­stadt Dresden aus eigenen Mitteln.

Während der feier­lichen Eröffnung wurde an die lange Erfolgs­tra­dition des Stand­ortes erinnert. Mit dem Ruderhaus Cotta sind große Namen verbunden. Dresden war und ist eine Ruder­hochburg. Zuletzt konnten unter Trainer Egbert Scheibe die Ruderer Karl Schulze, Philipp Wende und Tim Grohmann im Jahr 2012 Olympi­sches Gold erringen. Die Entwicklung des Männer­ru­derns ist seit 1965 eng mit dem Namen Hans Eckstein verbunden, der beispiels­weise Gottfried Döhn, die Dießner-Zwillinge, Olaf Förster oder Thomas Greiner auf vielen renom­mierten Regat­ta­bahnen der Welt zu Siegern und vorderen Plätzen führte, und die unter seiner Leitung Europa-, Weltmeister und Olympia­sieger wurden. Frank Forberger, Frank Rühle, Dieter Grahn und Dieter Schubert holten 1972 und 1976 Gold bei Olympia. Unter den vielen erfolg­reichen Frauen ragt Christine Hahn-Scheiblich heraus. Sie siegte im Einer 1976 bei Olympia und wurde u. a. zwischen 1974 und 1978 in ununter­bro­chener Reihen­folge Einer-Weltmeis­terin.

LA/Steffen Dietrich

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