Sozialdemokrat und Ministerpräsident Wilhelm Buck

Grabstätten auf dem St.-Pauli-Friedhof

Veröffentlicht am Donnerstag, 17. Mai 2018

Auf dem St.-Pauli-Friedhof sind zahlreiche Persönlichkeiten beigesetzt, die in Dresdens und Sachsens Geschichte eine bedeutende Rolle spielten. Zu ihnen gehört der frühere sächsische Ministerpräsident Wilhelm Buck.

Abb.Nr.01

Foto: 

Der zu den größten Begräb­nis­stätten Dresdens zählende St.-Pauli-Friedhof in der Leipziger Vorstadt wurde in den Jahren 1860/61 angelegt, weil der »Innere Neustädter Friedhof« für die wachsende Einwoh­nerzahl der Dresdner Neustadt zu klein geworden war. Als anfangs »Äußerer« später »Neuer Neustädter Friedhof« wurde er am 22. Mai 1862 mit einem ersten Begräbnis in Gebrauch genommen.

Auf dem etwa elf Hektar großen und zum 1. Januar 2016 beschränkt geschlos­senen Friedhof befinden sich neben Stätten des Gedenkens auch die Gräber von Persön­lich­keiten, welche nicht nur in der Geschichte Dresdens, sondern auch in der des Landes Sachsen einen festen Platz einnehmen. Zu den Letzteren gehört der am 12. November 1869 in Seidau (seit 1922 Stadtteil Bautzens) geborene und um 1875 mit seinen Eltern nach Dresden verzogene Wilhelm Buck.

Von 1908 bis 1917 vertrat der gelernte Stuckateur die Inter­essen der SPD als Dresdner Stadt­ver­ord­neter, war nach dem Ende des Ersten Weltkrieges sächsi­scher Volks­be­auf­tragter für Kultus/Bildung und stand vom 5. Mai 1920 bis 21. März 1923 als Minis­ter­prä­sident des Freistaats Sachsen drei Regie­rungen vor. Anschließend bekleidete Wilhelm Buck bis 1933 das Amt des Kreis­haupt­manns für Dresden-Bautzen.

»Nach dem Partei­aus­tritt im Mai 1926 wurde er Mitbe­gründer der Alten Sozial­de­mo­kra­ti­schen Partei Deutsch­lands und ihr Vorsit­zender. Für diese Partei saß Wilhelm Buck von 1929 bis 1930 im Sächsi­schen Landtag.« (WIKIPEDIA)

Am 2. Dezember 1945 ist er in Radebeul verstorben. Ein halbes Jahr nach seinem Tode erhielt die bisher nach General Ernst Adolf Craushaar (1815–1870) benannte Straße den Namen Wilhelm-Buck-Straße.

Klaus Brendler

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