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Zwischen AbenteuerBauspielplatz und Computer

Veröffentlicht am Mittwoch, 4. Juli 2018

Rechtzeitig vor Ferienbeginn ist das Kinder- und Jugendhaus PIXEL wiedereröffnet worden. Am 29. Juni 2018 wurde der moderne Neubau eingeweiht. Hier warten viele kreative Angebote auf die Mädchen und Jungen.

Einweihung des Pixel mit Bürgermeister Hartmut Vorjohann (r.) und Thomas Slesazeck, Direktor des Diakonischen Werks Dresden. Foto: Pohl

Einweihung des Pixel mit Bürgermeister Hartmut Vorjohann (r.) und Thomas Slesazeck, Direktor des Diakonischen Werks Dresden.

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Prohlis. Eitel Sonnen­schein in der Elster­werdaer Staße 21 am 29. Juni 2018. Dazu gab es auch allen Grund, denn endlich konnte das Kinder- und Jugendhaus PIXEL einge­weiht werden. Nach vielen Worten des Dankes an alle Betei­ligten schnitten Bürger­meister Hartmut Vorjohann und Thomas Slesazeck, Direktor des Diako­ni­schen Werks – Stadt­mission Dresden, ganz tradi­tionell ein schwarz-gelbes Band durch, assis­tiert von mehreren Kindern. Damit waren der Neubau und der Tag der offenen Tür offiziell eröffnet. Nun ging es ans Erkunden der neuen Räume – neben Werkstatt, Compu­terraum, Spiel- und Kreativraum steht auch eine Küche zur Verfügung. Rundherum laden Außen­an­lagen zum Spielen ein und von dort gelangt man durch eine Pforte direkt zum benach­barten Abenteu­er­Bau­spiel­platz.

Der Vorgän­gerbau musste im Februar 2014 schließen, die baulichen Mängel waren zu groß. Nach dem Abriss begann ab August 2016 der Bau des Flachbaus. Der Treff­punkt PIXEL blieb während der Bauzeit erhalten. Das Diako­nische Werk – Stadt­mission Dresden nutzte für die Arbeit mit den Kindern und Jugend­lichen zwei umgebaute Wohnungen im Erdge­schoss auf der gegen­über­lie­genden Straßen­seite. Und natürlich auch den Abenteu­er­Bau­spiel­platz. »Ich komm’ gern hierher, weil hier viele Freunde sind«, antwortete Vin auf die Frage von Sozial­päd­agogin Jana Böhme.

Und Amado schätzt die Hausauf­ga­ben­be­treuung, die Unter­stützung bei Problemen und dass man hier viel Spaß hat. Die 27-jährige Melli nutzte viele Jahre den Treff: »Hier hab ich gelernt, wie man ein Fahrrad baut und wie man mit dem PC umgeht.« Sie wünscht den Kindern von Prohlis, dass sie sich frei entfalten können, so wie sie es konnte.

Zu den ersten Gästen zählte am 29. Juni 2018 auch Ortsamts­leiter Jörg Lämmerhirt. Als vor Jahren die Schließung drohte, stellte er sich den Fragen und Ängsten der Kinder, sie wollten wissen, wie es weitergeht. Umso mehr freut er sich, dass sie jetzt dieses moderne Haus beziehen können. Seit 25 Jahren gebe es das PIXEL, das eine wichtige Oase für die Kinder in diesem verdich­teten Stadtteil ist. Hier werde für jede Inter­es­senlage was angeboten, hier könne man in der Natur spielen, aber auch Medien­kom­petenz erwerben. »Ich ziehe den Hut vor dem engagierten Team, was hier geleistet wurde in der Übergangszeit – in zwei Wohnungen, auf engem Raum in einem hellhö­rigen Haus!« Für Quartiers­ma­na­gerin Katrin Lindner stellt das PIXEL einen »wichtigen Ort für die Zukunft« dar. »Ich glaube, dass geschützte Orte für die Kinder und Jugend­lichen sehr wichtig sind, an denen sie sich unabhängig von Eltern entfalten können.«

Auch künftig werden die Themen Video, Musik und Internet einen Schwer­punkt in der Freizeit­be­schäf­tigung spielen. Für die sport­liche Betätigung hatten die Gäste ein paar Geschenke mitge­bracht, u. a. Billard­stöcke und Tisch­ten­nis­schläger. Die kamen dann auch gleich zum Einsatz, selbst Bürger­meister Vorjohann spielte ein paar Bälle übers Netz.

1,7 Millionen Euro kosteten Abriss und Neubau. 810.000 Euro wurden aus dem Programm »Soziale Stadt« von Bund und Land Sachsen beige­steuert. Die Landes­haupt­stadt fördert die Angebote des Kinder- und Jugend­hauses in diesem Jahr mit rund 210.000 Euro aus Mitteln der Jugend­hilfe.

Für die Ferienzeit hat das PIXEl-Team verschiedene Höhepunkte vorbe­reitet: eine Projekt­woche zum Thema Museum, eine Fahrt zur Kultur­insel Einsiedel, ein Mädchen­zelt­lager. Am 14. und 15. Juli 2018 können Computer selbst gebaut werden, und vom 23. bis 27. Juli heißt es »Lego & Movie«.

Christine Pohl

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