Wissenschaft und Wirtschaft

13. Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften fokussierte Leistungspotential

Veröffentlicht am Montag, 6. Juli 2015

Mit rund 33.000 Besuchern war die 13. Dresdner Lange Nacht der Wissenschaften ein voller Erfolg. Ob Supercomputing, »Wärmebild-Selfie«, Infos zu Tumorbekämpfung und Materialforschung oder Flugsimulatoren, jeder konnte sein individuelles Programm selbst zusammenstellen.

Im Hörsaalzentrum Bergstraße präsentierten Unternehmen der Region ihre gemeinsamen Projekte mit den Wissenschaftseinrichtungen Dresdens. Kleines Bild: Im Sachsenberg-Bau konnte das Bedienen einer Baggerschaufel ausprobiert werden. Die Besucher machten von der Möglichkeit regen Gebrauch. Foto: Dietrich

Im Hörsaalzentrum Bergstraße präsentierten Unternehmen der Region ihre gemeinsamen Projekte mit den Wissenschaftseinrichtungen Dresdens. Kleines Bild: Im Sachsenberg-Bau konnte das Bedienen einer Baggerschaufel ausprobiert werden. Die Besucher machten von der Möglichkeit regen Gebrauch.

Foto: Dietrich

Räcknitz/Plauen. Wer von den rund 33.000 Besuchern noch daran glaubte, die Dresdner Wissen­schaft sitze in einem Elfen­beinturm, der wurde an vielen Stationen bei der 13. Nacht der Wissen­schaften endgültig eines Besseren belehrt. Ob Super­com­puting, »Wärmebild-Selfie«, Infos zu Tumor­be­kämpfung und Materi­al­for­schung oder Flugsi­mu­la­toren, jeder konnte sein indivi­du­elles Programm selbst zusam­men­stellen. Dabei brachten Wissen­schaftler und Studenten den Besuchern ihre Fachbe­reiche mit prakti­schen und unter­halt­samen Beispielen näher.

Das Institut für Textil­ma­schinen und Textile Hochleis­tungs­werk­stoff­technik zeigte zum Beispiel unter dem Titel »Stricken, Wirken, Weben – Hier gibt´s viel zu erleben« Textil­ma­schi­nen­vor­füh­rungen der beson­deren Art. Neben den bekannten Webstoffen werden dabei insbe­sondere textile Struk­turen aus Hochleis­tungs­fa­ser­stoffen für Faser­ver­bund­werk­stoffe, Bautex­tilien, Bio- und Medizin­tex­tilien, Sensor­netz­werke, Funkti­ons­tex­tilien sowie Schutz­tex­tilien zur maschi­nellen Produktion entwi­ckelt. Strom­lei­tende Karbon­fasern können dabei ebenso nahezu beliebig verwebt werden wie Glasfasern oder Metall­fäden.

Möglich macht dies auch die Dresdner Führungs­rolle in der Entwicklung von neuen Leicht­bau­stoffen.

Großer Andrang herrschte auch im Hörsaal­zentrum Bergstraße, wo verschiedene Dresdner Firmen ihre Forschungs­pro­jekte präsen­tierten.

Die Dresdner Lange Nacht der Wissen­schaften wird vom Netzwerk »Dresden – Stadt der Wissen­schaften« veran­staltet, einem 2004 gegrün­deten Verbund von Stadt, Wissen­schaft und Wirtschaft. Die Landes­haupt­stadt Dresden als Initiator dieses Bündnisses hat das Netzwerk 2004 gegründet. Ziel ist es, Dresden als zukunfts­fä­higen Standort für Wissen­schaft und Innova­tionen weiter zu profi­lieren und bekannt zu machen. Das Netzwerk „Dresden – Stadt der Wissen­schaften“ reprä­sen­tiert dabei eine Wissen­schafts­land­schaft, die mit elf Hochschulen, vier Max-Planck-, fünf Leibniz- und zehn Fraun­hofer-Insti­tuten, zwei Helmholtz-Einrich­tungen, zahlreichen Kompe­tenz­zentren, Einrich­tungen des Techno­lo­gie­transfers und Netzwerken eine der facet­ten­reichsten Deutsch­lands ist. Und genau diese Wissen­schafts­land­schaft kann alljährlich zur „Nacht der Wissen­schaften“ bestaunt werden.

Unter die Besucher mischten sich auch zahlreiche auslän­dische Gäste, was an den Fremd­sprachen unschwer zu erkennen war. Dies ist umso erfreu­licher, legt doch Dresden sehr darauf Wert, bestehende und zukünftige Heimat für inter­na­tionale Fachkräfte zu sein.

Die derzeitige Sommer­hitze beein­träch­tigte die Veran­staltung kaum. In der Nacht wurden die Tempe­ra­turen erträglich.

Steffen Dietrich

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www.wissenschaftsnacht-dresden.de