5. Plauener Baupreis vergeben

Veröffentlicht am Dienstag, 26. Februar 2013

Am 30. Januar 2013 wurde im historischen Ratssaal des Ortsamtes Dresden-Plauen zum fünften Mal der Baupreis Plauen vergeben. Dabei sollen Bauherren ausgezeichnet werden, die gemeinsam mit Architekten und Baufirmen in den letzten Jahren Vorbildliches geschaffen haben. In diesem Jahr geht der »Baupreis Plauen 2012« an ein Einfamilienhaus in der Lotzestraße.

Architekt Dietmar Eichelmann, Jurychef, überreicht die Urkunde an Bauherr Heiko Symnick. Im Bild hinten: Ortsamtsleiterin Irina Brauner und Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel. Foto: Steffen Dietrich

Architekt Dietmar Eichelmann, Jurychef, überreicht die Urkunde an Bauherr Heiko Symnick. Im Bild hinten: Ortsamtsleiterin Irina Brauner und Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel.

Foto: Steffen Dietrich

Plauen. Am Mittwoch, 30. Januar 2013 wurde im histo­ri­schen Ratssaal des Ortsamtes Plauen zum fünften Mal der Baupreis Plauen vergeben. Der Baupreis wird für beispiel­ge­bende Leistungen bei der Sanierung von Gebäuden, bei Neubauten und bei der Garten- und Freiflä­chen­ge­staltung verliehen. Dabei sollen Bauherren ausge­zeichnet werden, die gemeinsam mit Archi­tekten und Baufirmen in den letzten Jahren Vorbild­liches geschaffen haben. 13 Vorschläge kamen in die Auswahl der Jury, die zwei Preis­träger kürte. Rund 50 Besucher hatten sich trotz strömenden Regens auf den Weg zur Veran­staltung gemacht. Das Grußwort sprach Dresdens Ordnungs­bür­ger­meister Detlef Sittel. Die Laudatio hielt der Vorsit­zende der Jury, Dietmar Eichelmann.

Der »Baupreis Plauen 2012« ging zum einen an das Einfa­mi­li­enhaus Lotze­straße 7. Das Wohnge­bäude ist Bestandteil der neuen Wohnsiedlung zwischen Plauen­scher Ring und Passauer Straße auf einem ehema­ligen brach liegenden Betriebs­ge­lände. Dem Archi­tekten Stefan Pape gelang ein prägnantes Wohnhaus als skulp­tur­hafter Baukörper mit klarer Formen­sprache, so die Jurybe­gründung. Die Auszeichnung des Gebäudes ist dabei auch stell­ver­tretend für eine Reihe von am Standort Plauen zwischen Passauer Straße und Treppen­aufgang Lotze­straße in der Tradition der Klassi­schen Moderne errich­teten Häuser zu sehen. Der Baupreis ging deswei­teren an die umgebaute 80. Grund­schule Gittersee »An der Windbergbahn« in der Oskar-Seyffert-Straße. Die Landes­haupt­stadt Dresden sanierte und moder­ni­sierte hier umfassend die zweizügige Grund­schule und erwei­terte diese mit einer Turnhalle. Die Erwei­terung lehnt sich gestal­te­risch an den Altbau an. Ein beson­derer Ort des Verweilens wurde mit dem gläsernen Verbinder zwischen Alt- und Neubau geschaffen, in dem sich Mensa und Schul­bi­bliothek befinden. Hier entstand ein funktio­nales, licht­durch­flu­tetes Foyer.

Landschafts­ar­chi­tektin Stephanie Frase bewäl­tigte zudem phanta­sievoll das Außen­ge­lände, welches mehrere Meter Höhen­un­ter­schied aufweist. Schließlich erhielt der Kinder­garten der Lukas­kirche, Hochschul­straße 41, insbe­sondere für die beispiel­hafte Verwendung von Natur­ma­te­rialien, eine besondere Anerkennung in Form einer Torte vom Plauener Bäcker Werner.

Ein 15 mal 15 Zenti­meter große Schild weist zukünftig die mit dem Baupreis ausge­zeich­neten Gebäude aus. Der Mitbe­gründer des Plauener Baupreises, Andreas Friedrich von der Initiative Plauen e.V., präsen­tierte die von Matthias Kratz­schmer entworfene Plakette anlässlich der diesjäh­rigen Preis­vergabe. Aus acht Vorschlägen von Grafik­de­si­gnern hatte sich der Plauener Ortschaftsrat im vergan­genen Jahr für diesen Entwurf entschieden. Die Plaketten wurden im Rahmen der diesjäh­rigen Preis­ver­leihung an alle bishe­rigen Preis­träger überreicht, beginnend mit den Preis­trägern des »Baupreis Plauen 2002«.

Steffen Dietrich

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