Erich Kästner Rallye trotzt Schwierigkeiten

Engagement vieler macht Veranstaltung für Kinder möglich

Veröffentlicht am Freitag, 12. Mai 2017

Am 22. Juni 2017 findet die zum zwölften Mal die statt. Rund 400 Drittklässler ziehen auf den Spuren des Schriftstellers durch die Stadt. Schirmherrin oder Schirmherr wird noch gesucht.

Start der 11. Erich Kästner Rallye am 23. Juni 2016 am Bahnhof Dresden-Neustadt. Foto: André Wirsig

Start der 11. Erich Kästner Rallye am 23. Juni 2016 am Bahnhof Dresden-Neustadt.

Foto: André Wirsig

Wenn Sie am 22. Juni 2017 durch Dresdens Alt- oder Neustadt gehen, kann es gut sein, dass Sie eine Gruppe Kinder wie aus den 1920er Jahren sehen und Ihnen ein gut gelauntes »Parole Emil!« in den Ohren hallt. Denn an diesem Tag – jedes Jahr ist es der letzte Donnerstag vor den großen Ferien – findet die Erich Kästner Rallye statt. Mittler­weile das zwölfte Mal ziehen dabei etwa 400 Dritt­klässler auf den Spuren der Geschichten und des Lebens Erich Kästners durch die Stadt, um an 32 liebevoll gestal­teten Stationen Szenen zu sehen, Wissens­wertes zu erleben und Teamgeist unter Beweis zu stellen, um am Schluss ganz wie bei »Emil und die Detektive« einen Diebstahl aufzu­klären. Veran­staltet wird die Rallye vom Theater­päd­ago­gi­schen Zentrum Sachsen in Zusam­men­arbeit mit dem Erich Kästner Museum.

Organi­sa­to­risch läuft alles auf Hochtouren, Geneh­mi­gungen werden eingeholt, die Stationen vervoll­ständigt. Derzeit sucht das Team noch eine Persön­lichkeit, die die Schirm­herr­schaft übernehmen würde. »Bis 2015 war das Frau Orosz als Oberbür­ger­meis­terin, seit der Amtsüber­nahme durch Dirk Hilbert hat sich der Umgang damit geändert. Schirm­herr­schaften werden nur noch für einzelne heraus­ra­gende Events übernommen, nicht für wieder­keh­rende Ereig­nisse«, so laut dem Projekt­leiter Walter Henckel die Antwort der Stadt auf die entspre­chende Bitte. Neben dem Eintreten für Kinder und kultu­relle Bildung wird von einem Schirm­herren oder einer Schirm­herrin auch ein finan­zi­elles Engagement erwartet. Dies ist auch dringend notwendig, müssen die Veran­stalter doch trotz steigender Kosten mit weniger Geld als in den Vorjahren rechnen – der städtische Anteil ist in diesem Jahr so gering wie noch nie.

Trotz Kürzung der städti­schen Förderung wollen die Veran­stalter weiter­machen. »Es wäre schade, wenn wir die Erich Kästner Rallye – übrigens größte Einzel­ver­an­staltung kultu­reller Bildung in Dresden – den Dritt­klässlern nicht mehr bieten könnten. Und damit auch das Engagement der zahlreichen Unter­stüt­zenden, ehren­amt­lichen Helfenden und teilneh­menden Einrich­tungen ins Leere laufen ließen«, meint dazu Dirk Strobel, Künst­le­ri­scher Leiter der Rallye. Ohnehin werde, so die Veran­stalter, die Erich Kästner Rallye zu vier Fünfteln über Spenden und Sponsoring finan­ziert. Ganz vorn dabei ist die Ostsäch­sische Sparkasse, gefolgt vom Bahnhof Dresden-Neustadt und der Neustädter Markt­halle. Neben diesen schon seit langem verläss­lichen Partnern greifen immer wieder neue Einrich­tungen der Rallye helfend unter die Arme. So übernimmt erstmals die Gourmetta GmbH, vielen als Menüdienst und Schules­sens­ver­sorger bekannt, als Sponsor das Catering für die Darstel­lenden und Helfenden am Veran­stal­tungstag. Und auch ein weiteres Problem ist Dank unkom­pli­zierten Engage­ments gelöst: Wegen der Bauar­beiten an der Augus­tus­brücke kann eine sonst dort einge­richtete Spiel­station nicht am geplanten Ort statt­finden. Kurzerhand stellte sich das Italie­nische Dörfchen bereit und bietet damit den Kindern und der Darstel­lerin einen wunder­baren Ort, um mit Blick auf die Elbe in Kästners Leben einzu­tauchen.

Dirk Strobel/Steffen Möller

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