50 Jahre Kulturpalast

Veröffentlicht am Mittwoch, 11. September 2019

Beinahe wäre der Kulturpalast abgerissen worden, nun feiert er am 5. Oktober seinen 50. Geburtstag mit einer großen Gala. Viele Gratulanten geben sich in der Festwoche vom 30. September bis 7. Oktober ein Stelldichein.

Kunst im Kulturpalast: „Schreitender“ von Roland Zigan. Foto: Pohl

Kunst im Kulturpalast: »Schreitender« von Roland Zigan.

Foto: Pohl

Ein Denkmal feiert Geburtstag: Am Samstag, 5. Oktober, vor 50 Jahren wurde der Kultur­palast mit einem Festpro­gramm einge­weiht, erstmals spielte die Dresdner Philhar­monie unter Leitung von Kurt Masur am 7. Oktober. Nach der Wieder­eröffnung des Kultur­pa­lastes Ende April 2017 hat hier auch die Zentral­bi­bliothek und die Herku­les­keule eine neue Heimstatt gefunden.

Zur diesjäh­rigen abend­lichen Geburtstags-Gala am 5. Oktober ist die Dresdner Philhar­monie natürlich wieder zu hören: im neuen, alten »Kulti«, auf der Bühne »ihres« Konzert­saals. Der runde Geburtstag wird opulent mit zahlreichen musika­li­schen Gästen gefeiert. Sie erinnern an die vielen künst­le­ri­schen Richtungen, die in den vergan­genen Jahrzehnten im Kultur­palast den Ton angaben von Klassik über Schlager bis zum Jazz. Erwartet werden Publi­kums­lieb­linge wie Roland Kaiser, Cellist Jan Vogler, Palast­or­ga­nistin Iveta Apkalna oder Sopra­nistin Olga Peret­yatko. Gefeiert wird sowohl drinnen als auch draußen, denn erstmals gibt es Video-Übertra­gungen aus dem Kultur­palast zur Open-Air-Bühne auf dem Altmarkt. Dort präsen­tiert der MDR ebenfalls bekannte Namen. Unter anderem die Gruppe Santiano, Rainhard Fendrich und Inka Bause, moderiert von Kim Fischer.

Tagsüber lädt die Zentral­bi­bliothek am Samstag, 5. Oktober 2019, zu verschie­denen Aktionen in den Palast ein. Zur Kinder­buch­bühne werden ab 10.30 Uhr Autor Ralph Caspers und Illus­trator Ulf K. mit fantas­ti­schen Geschichten erwartet. Ab 14 Uhr sorgen verschiedene Akteure für Stimmung, darunter die Klazz­bro­thers, die Ensembles des Landes­gym­na­siums für Musik, der Verein Musaik – Grenzenlos musizieren und Banda Inter­na­tionale. Auspro­biert werden kann das größte Klavier der Welt. Auf der über sieben Meter breiten Tastatur kann getanzt werden. Junge Talente können sich bei der Aktion »Lampen­fieber« auspro­bieren. In der Dresden-Lounge werden 15 Uhr ehemalige Akteure des Kultur­pa­lastes zum Talk erwartet. 17 Uhr stellt der Dresdner Kameramann und Filmsammler Ernst Hirsch seine Biographie »Das Auge von Dresden« vor.

Das Geburts­tagsfest am 5. Oktober ist einge­bettet in eine ganze Festwoche ab 30. September. Zu den Höhepunkten gehören die multi­me­diale Lesung am 1. Oktober zum »Mythos Frida Kahlo«, das Orches­ter­konzet »Bilder einer Ausstellung« am 3. und 6. Oktober oder die Jazz-Gala am 7. Oktober.

Wer sich für den Bau des Kultur­pa­lastes von 1966 bis 1969 inter­es­siert, wird sich die Ausstellung des Dresdner Fotoaktiv 57 nicht entgehen lassen. Sie wird vom 31. August bis zum 7. Oktober im 2. Oberge­schoss gezeigt. Die Einblicke in die Gäste­bücher wecken Erinne­rungen an Veran­stal­tungen mit Heinz Quermann und Eberhard Chors, an Udo Jürgens, das »Brücken­männchen« oder das Nachwuchs­fes­tival »Goldener Rathausmann«.

Oberbür­ger­meister Dirk Hilbert erinnerte bei der Vorstellung des Jubilä­ums­pro­gramms daran, dass es viele Ideen für den Kultur­palast gab, als er 2012 sanie­rungs­be­dingt schließen musste – von Totala­briss über Shopping Mall bis zum Bekenntnis zur Moder­ni­sierung mit anspruchs­vollem Konzertsaal für die Philhar­monie. Das alles spiegele das Festmotto »Alte neue Heimat – 50 Jahre Kulti« wieder. »Das Haus lebt und wird von den Dresdnern gut angenommen«, so sein Fazit. Der Slogan »Alte neue Heimat« ist auch angelehnt an das Motto »Neue Heimat«, mit dem sich Dresden um den Titel europäische Kultur­haupt­stadt 2025 bewirbt. Ende September gibt die Stadt ihr Bewer­bungsbuch ab.

Für die Geburts­tags­fei­er­lich­keiten geneh­migte der Stadtrat rund 250.000 Euro.

Christine Pohl

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