Mobil unterwegs mit »Öffentlichen«

DVB baut 2019 neue Straßenbahntrassen und Mobilitätspunkte

Veröffentlicht am Dienstag, 22. Januar 2019

Die Dresdner Verkehrsbetriebe .setzen 2019 die Verbesserung der Infrastruktur fort. Investiert wird in neue Gleis- und Fahrleitungsanlagen. Entstehen sollen weitere Mobilitätspunkte in der Landeshauptstadt.

Seit über 120 Jahren verbindet die Standseilbahn die Stadtteile Loschwitz und den Weißen Hirsch. Sie ist ein Touristenmagnet und zog 2018 mehr Fahrgäste an als in den Jahren zuvor. Foto: Pohl

Seit über 120 Jahren verbindet die Standseilbahn die Stadtteile Loschwitz und den Weißen Hirsch. Sie ist ein Touristenmagnet und zog 2018 mehr Fahrgäste an als in den Jahren zuvor.

Foto: Pohl

Im Maschi­nenhaus der Bergstation der Stand­seilbahn drehen sich zwei große Räder im Minutentakt: Über Zugseile befördern sie zwei Wagen vom Körner­platz in Loschwitz auf den Weißen Hirsch und wieder zurück. 95 Meter liegen zwischen Tal und Berg. Der Höhen­un­ter­schied wird in fünf Minuten überwunden. Die Stand­seilbahn ist seit 1895 ist zuver­lässig unterwegs und inzwi­schen eine Touris­ten­at­traktion. Seit der Wieder­eröffnung des Louisenhofs am 24. März 2018 nutzten wieder entschieden mehr Fahrgäste die Bahn der Dresdner Verkehrs­be­triebe: 380.000 waren es bis zum Jahresende.

Ein erfreu­liches Ergebnis, ebenso wie der neue Fahrgast­rekord im vergan­genen Jahr. 163 Millionen Menschen waren in Straßen­bahnen, Bussen, Fähren und Bergbahnen der DVB unterwegs. »Wollen wir noch mehr Kunden für den Umstieg in den umwelt­freund­lichen ÖPNV gewinnen, brauchen wir neue Angebote, moderne Fahrzeuge und eine intakte Infra­struktur«, erklärte Andreas Hemmersbach, DVB-Vorstand für Finanzen und Technik. Bei seinem Rückblick auf das Jahr 2018 verwies er auf die 40 Millionen Euro, die die Verkehrs­be­triebe in die Betriebs­an­lagen der Straßenbahn und Betriebshöfe inves­tierten. Knapp die Hälfte davon steuerten Bund und Land als Förder­mittel bei. Die meisten Mittel flossen in die Infra­struktur der Straßenbahn mit dem Neubau der Oskar­straße, dem Neubau der Gleis­schleife Schlö­milch­straße und dem Ausbau der Löbtauer Straße/Tharandter Straße. Am Pirnai­schen Platz wurde gemeinsam mit der Landes­haupt­stadt Dresden und weiteren Partnern am 21. September 2018 der erste Dresdner Mobili­täts­punkt eröffnet. An diesem Ort konzen­trieren sich Bus- und Straßen­bahn­hal­te­stelle, Leihfahr­räder und -autos, außerdem befinden sich hier Ladesäulen für E-Autos.

»Haupt­bau­stellen« der Verkehrs­be­triebe sind in diesem Jahr der Neubau der Zentral­hal­te­stelle Kessels­dorfer Straße sowie die neue Straßen­bahn­trasse über die Oskar­straße und die Tiergar­ten­straße. Am Halte­punkt Strehlen soll im Sommer ein neuer Verknüp­fungs­punkt zwischen Straßenbahn, Bus und S-Bahn in Betrieb gehen. Außerdem sind in diesem Jahr der Ausbau der Gleis­an­lagen auf der Bautzner Straße zwischen Glacis­straße und Hoyers­werdaer Straße, der barrie­re­freie Ausbau der Halte­stelle »Krankenhaus St.-Joseph-Stift« inklusive der Gleis- und Fahrlei­tungs­anlage Canal­et­to­straße sowie der Ausbau der Meißner Straße in Radebeul-Mitte einschließlich der Erneuerung der Bahnstrom­ver­sor­gungs­an­lagen bis zum Endpunkt in Weinböhla geplant.

Am Straß­burger Platz, am Wasaplatz, in Altpie­schen und am Fetscher­platz sollen weitere Mobili­täts­punkte entstehen.

Christine Pohl

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